Sonderausstellung

  • Mythos, 1993, Alufolie, Draht

  • Pegasus, 1995, Alufolie, Draht an Nylon

  • Linien, 2000, Stahl

  • Skorpion, 1999, Rundstahl

  • Przewalski, 2002, Keramik Oxyde

  • Panzernashorn, 2005, Keramik Engobe

  • Nilpferd, 2002, Bronze

AXEL LUTHER - Rückwärtssehen

2. April - 27. August 2017

Der in Bayreuth lebende, 2016 mit dem Kulturpreis des Landkreises Bayreuth ausgezeichnete Konzeptkünstler, Bildhauer und Kunstmaler Axel Luther ist insbesondere für seine filigranen, schwerelos wirkenden Skulpturen aus Alufolie bekannt: Tierfiguren - Pferde, Katzen, Hunde, Vögel und Stiere - aber auch Wesen wie Engel, Drachen und Minotauren. Seine ersten künstlerischen Modellierversuche mit Stanniol machte er schon mit vier Jahren. Nach einer längeren Asienreise ist er seit 1986 als freischaffender Künstler tätig, seit 1994 in seinem Hollfelder Atelier im "Blauen Turm". Neben Aluminium arbeitet und experimentiert Luther mit den Materialien Stahl, Bronze, Stein und Keramik. Außerdem hat sich der Künstler auf Gedichte und Geschichten spezialisiert. Luther ist mit seiner „Bronze-Stele“ einer von zehn renommierten Künstlern, die in dem vom Landratsamt Bayreuth ausgelobten Projekt „NaturKunstRaum Neubürg“ vertreten sind. Weitere Objekte im öffentlichen Raum befinden sich in Hollfeld (Brennende Wand), Behringersmühle (Forellendenkmal), Waischenfeld (Äschenkdenkmal), Bürgerreuth (Amonitenstele), Bayreuth (Drache im Botanischen Garten; Brunnen der gegenseitigen Fürsorge – zerstört) und Bamberg (Edelstahldrache). Im Töpfermuseum Thurnau ist er vom 2. April bis zum 27. August mit einer Auswahl an Werken vertreten.

 

Axel Luther über sich und seine Kunst:

„Kunst ist für mich, mehr als Wollen und Können.

Das Wesentliche ist ein Geschenk, das jenseits der kontrollierten Tätigkeit gegeben wird.

Wenn es überhaupt ein Verdienst des „Künstlers“ gibt, dann dass er es geschehen lassen kann.

In diesem Sinne ist ein Künstler sein, etwas Besonderes. Es ist ein Zustand, eine Einstellung.

Etwas, das wieder verschwindet, wenn man es zu fassen versucht.

Es ist wie eine Quelle, eine Kraft, die durch einen strömt etwas Überpersönliches…

Man kann es nicht beschreiben, nur erfahren.

Selbstvergessen, versunken…..

Ich glaube nicht, dass man es verdient oder erarbeitet. Es geschieht eher.

Trotz der Arbeit und Mühe, die man investiert.

Anders ausgedrückt:Wenn Arbeit mühelos wird ist es da.

Man wird natürlich mit der Zeit durchlässiger.

„Ich gemacht“ – „Fatto io“ – der Ausspruch meiner „kleinen“ italienischen Nichte (sie ist jetzt 28), als meine Signatur, ist ein Koan, ein buddhistisches paradoxes Gleichnis.

Wenn es denn Kunst ist, dann bin ich verantwortlich, aber nicht die Ursache. Es ist geschehen.

Wir alle sind in diesem Sinne Künstler, zeitweilig“